Was bisher geschah…

Liebe LeserInnen,

es ist ein wenig still um Raphael und mich geworden in den letzten Wochen, weil wir beide bis zum Hals mit Terminen, Veranstaltungen, Interviews, Vorträgen u.s.w. eingedeckt waren. Nebenbei mussten wir noch versuchen unsere Univeranstaltungen halbwegs abzuschließen, was teilweise echt stressig werden konnte. Ich will mich auf keinen Fall beschweren, es war eine wirklich spannende Zeit, wir haben viel gelernt und können nun mit einigen neuen „skills“ unsere Reise antreten. Jetzt bin ich aber doch froh, dass es bald losgeht, damit wir uns voll auf die bevorstehenden Aufgaben konzentrieren können! Morgen ist es schon soweit, Raphael, das Jump Team und ich werden um ca. 7.00 Uhr früh unseren Flieger besteigen und uns auf den Weg nach Brasilien machen. Deshalb wollte ich euch mit diesem Update noch einmal mitteilen, was sich in den letzten Wochen so getan hat:

Die aufregendste Erfahrung, die ich wahrscheinlich in den Vorbereitungen machen durfte, war, dass ich als Panelistin zu einer Diskussion ins „Haus der Europäischen Union“ gebeten wurde. Organisiert wurde diese Veranstaltung vom Academic Council on the United Nations System (kurz ACUNS) und geladen waren unter anderem Vertreter des Ministeriums, der UNO, Greenpeace und aus der Wissenschaft. Wäre diese hochrangige Diskutantenrunde nicht schon einschüchternd genug gewesen, war ich natürlich auch die jüngste Teilnehmerin und einzige Frau abseits der Moderatorin. Nichtsdestotrotz entschloss ich mich dieser Herausforderung eine Chance zu geben und machte mich daran einen 10-minütigen Input über „die Position der Jugend bei der Rio +20 Konferenz“ vorzubereiten.

Trotz der vielen Eindrücke, die ich bei der Vorkonferenz bekommen hatte, war es gar nicht so leicht ein so breit gefächertes Thema zu präsentieren und seine Gedanken zu ordnen. Ich entschloss mich schließlich mich auf ein paar Fixpunkte zu stützen: Erwartungen der Jugend, das Jugendforum und seine Aufgabe, die Jugenddeklaration, Zukunftsaussichten, Bewusstsein der Gesellschaft für Umweltthemen, Networking junger Leute und abschließend meine Position zu Rio +20. Lange Rede kurzer Sinn, hier ein paar Auszüge aus meinem Input:

Erwartungen sind meiner Meinung nach sehr wichtig, sie symbolisieren Hoffnung und sind unter anderem ein Ansporn Druck auszuüben für Themen, die uns Menschen beschäftigen und wichtig sind. Und gerade die Jugend erwartet sich viel von dieser Konferenz!“

„Was einige von uns im Jugendforum deshalb in harter Abend und hitzigem Diskurs ausgearbeitet haben, ist die „Jugenddeklaration“, ein Dokument, dass an den Zero-Draft angelehnt ist, aber versucht konkretere Forderungen zu finden, die der zweite Jugenddelegierte Raphael und ich zusammen in Rio vertreten werden. Diese sollen abseits des internationalen Parketts auch als direkter Aufruf an die österreichische Umweltpolitik verstanden werden.“

„An dieser Stelle möchte ich auch auf die Rolle der PolitikerInnen verweisen: Diese können aufgrund ihrer Position ebenso Zusammenarbeit anregen und als Vorbilder auftreten. Gerade für meine Generation ist es wichtig zu wissen, dass Partizipation und der Glaube etwas verändern zu können, einen Sinn haben.“

Anschließend wurden die Positionen der übrigen Teilnehmer vorgestellt und diese anderen Blickwinkel waren sehr interessant. Richtig diskutieren war aus Zeitgründen leider nicht möglich, alles in allem war es aber ein gelungener Abend, der viele Informationen zu dem Thema aufgebracht hat. An dieser Stelle möchte ich mich noch bei allen Leuten bedanken, die es geschafft haben zum Vortrag zu kommen, es waren auch einige vom Jugendforum dabei und die Unterstützung bedeutet mir viel. Für all diejenigen, die leider nicht kommen konnten und die es interessiert, hier gibt es ein Video meines Vortrags.

Die restlichen Wochen waren dann geprägt von Delegationsbesprechungen, einem recht anspruchsvollen Interview mit Ö1 und vielen, vielen Reisevorbereitungen. Dass es nun endlich los geht, kann ich kaum glauben, schon am Sonntag wird die „Youth Blast Conference“ in Rio mit 3000 Jugendlichen aus aller Welt beginnen und Raphael und ich werden dabei sein und euch berichten.

Ich schließe diesen Beitrag nun mit den Schlussworten unserer Deklaration: Die gewaltigen Herausforderungen unserer Zeit lassen es nicht zu, dass längst überfällige Maßnahmen weiter hinausgezögert werden. EntscheidungsträgerInnen müssen in Rio ihre historische Chance ergreifen und handeln – denn es geht um unser aller Zukunft!“ 

Adeus e até breve,

Julia

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